TL;DR. Online-Shop erstellen lassen heißt: Realistisches Budget, klare Zielgruppe, ehrlicher Vergleich von Freelancer, Agentur und Inhouse. Wer sich einen Online-Shop erstellen lassen will, sollte zuerst die eigene Datenbasis prüfen, dann die Plattform wählen und erst dann den Anbieter. Online-Shop erstellen lassen kostet 2026 zwischen 5.000 EUR für ein Starter-Setup und 250.000 EUR für komplexe B2B-Architekturen, je nach Anforderungen.
Du kennst das Problem. Dein Business braucht einen Online-Shop. Und jetzt fragst du dich: Freelancer, Agentur oder sollen wir es intern aufbauen? Was kostet das wirklich? Und wie erkenne ich, ob die Person oder das Team die richtige ist?
Wir bauen seit 2011 Shops mit unterschiedlichsten Teams und Konstellationen. Und wir sehen immer wieder, dass die richtige Wahl im Agentur-Dschungel schwer ist. Hier ist, was du wissen solltest.
Inhalt
- Gibt es DIE beste Agentur für deinen Online-Shop?
- Freelancer, Agentur oder Inhouse?
- Das erste Gespräch entscheidet
- Die vier Ausbaustufen als Kostenkalkulation
- Plattformwahl kommt NACH der Analyse
- Typische Kostenfallen
- Die roten Flaggen: Warnsignale bei der Agenturwahl
- Was gut aussieht, ist nicht automatisch gut
- Fazit: Die Fähigkeit zu fragen
Gibt es DIE beste Agentur für deinen Online-Shop?
Die kurze Antwort: Nein. Es gibt die richtige für deinen Case.
Bevor du die Agentur wählst, musst du eine andere Frage beantworten: Freelancer, kleine Agentur, große Agentur oder internes Team? Die Antwort hängt davon ab, wie komplex dein Shop ist, wie viel Redundanz du brauchst und wie eigenständig dein Team langfristig arbeiten soll. Für klare Standard-Anforderungen reicht oft ein guter Freelancer. Für komplexe B2B-Logik oder Headless-Setups brauchst du eine Agentur mit Tiefe, nicht die, die dir pauschal "alles aus einer Hand" verspricht.
Im Folgenden schlüsseln wir auf, welche Organisationsform für welchen Case passt und welche Kriterien im Erstgespräch wirklich zählen.
Freelancer, Agentur oder Inhouse?
Die erste Entscheidung ist nicht "welche Agentur", sondern "welche Organisationsform". Das ist wichtig, weil jede Konstellation ihre Stärken und Schwächen hat.
Freelancer
Ein erfahrener Freelancer mit Shop-Background ist günstig und schnell verfügbar. Mehr zur Entscheidung zwischen Freelancer und Agentur findest du auch in unserem E-Commerce Beratungs-Artikel. Er kennt die Plattformen, kann in einer Woche einen Shop live bringen und kostet ein Drittel einer Agentur.
Der Haken: Ein Freelancer ist immer nur eine Person. Krank, Urlaub, neuer Job? Dein Projekt steht. Technische Fragen? Meistens OK. Design-Fragen? Eher nicht sein Ding. Support nach dem Launch? Formal ja, praktisch meistens minimal.
Wann macht Freelancer Sinn: Kleine Shops mit standardisierten Anforderungen, klare Anforderungen, realistisches Budget, kein großes Team im Hintergrund das Entscheidungen trifft.
Kleine bis mittlere Agentur (5-10 Leute)
Hat ein Team, kann mehrere Rollen abdecken (Designer, Developer, Project Manager). Agentur-Mehraufwand ist überschaubar. Meist spezialisiert auf eine Plattform (entweder Shopify, entweder Shopware, selten beide seriös).
Der Haken: Die meisten Agenturen dieser Größe haben eine Spezialisierung und sind objektiv nicht in der Lage, komplexe B2B-Logik oder Headless-Setups zu bauen. Sie verkaufen es trotzdem. Das merkt man später.
Wann macht kleine Agentur Sinn: Mittlere Shops mit klaren Anforderungen, ein zuverlässiges Team das die Anforderungen versteht.
Große Agentur (20+ Leute, spezialisiert)
Kann wirklich verschiedene Anforderungs-Level bedienen. Hat interne Designer, Frontend-Architekten, Backend-Spezialisten, QA, Project Manager mit langjähriger Erfahrung. Kann ehrlich sagen "das ist zu klein für uns" statt zu lügen.
Der Haken: Mehraufwand. Eine große Agentur braucht große Projekte um zu funktionieren. Ein kleiner Shop wird von zu vielen Leuten angefasst, jeder hat eine Meinung, der Timeline wird unrealistisch.
Wann macht große Agentur Sinn: Komplexe Anforderungen, B2B-Portale, mehrere Systeme müssen zusammenarbeiten, Headless-Setups.
Internes Team
Du baust dir ein Team aus Developern, Designern, Product Manager auf. Volle Kontrolle, dein Code, deine Architektur, kein Agentur-Mehraufwand.
Der Haken: Die meisten E-Commerce-Projekte brauchen spezialisiertes Wissen (Shopware-Zertifizierung, Shopify Theme Development, PIM-Integration, Payment-Sicherheit). Das aufzubauen dauert Jahre und kostet enorm. Und wenn dein Entwickler geht, verlierst du diese Expertise.
Wann macht Inhouse Sinn: Du hast 5+ Jahre Runway, ein Budget von 500k+ für die Aufbauphase, und willst wirklich langfristig auf Eigenständigkeit setzen.
Unser Tipp: Die meisten Unternehmen unterschätzen die Komplexität von E-Commerce. Sie denken "das ist doch wie ne normale Website" und unterschätzen Payment, Versand, Compliance, Security. Das ist nicht kleinlich, das ist die Realität. Deshalb ist externe Expertise für die erste Phase oft sinnvoller.
Das erste Gespräch entscheidet
Ein gutes Erstgespräch ist ein Auswahlgespräch. Nicht für dich allein. Auch die Agentur sollte klären, ob sie das Projekt überhaupt annehmen kann.
Was du fragen solltest:
- "Habt ihr ähnliche Projekte gemacht?" (Nicht "habt ihr Shops gebaut", sondern "habt ihr B2B-Portale mit ERP-Anbindung gebaut?")
- "Wer sitzt im Daily standup?" (Die Namen interessieren nicht, aber ob die tatsächliche Verantwortung klar ist.)
- "Was ist euer Prozess, wenn wir merken dass die Anforderungen falsch waren?"
- "Wie sieht der Support nach dem Launch aus?" (Und achte darauf, wie sie antwortet. "Wir sind da" ist nichts. "2h Response-Time im Standard-Support, 30 Minuten im Premium" ist was.)
- "Können wir mit beiden Plattformen arbeiten oder habt ihr eine starke Meinung?" (Die ehrliche Antwort ist "wir können beide, aber wir beraten dich zu der die besser passt".)
Was die Agentur fragen sollte:
- "Warum brauchst du einen neuen Shop?" (Nicht "was ist dein Budget", sondern erst verstehen was das Ziel ist.)
- "Wer trifft die Entscheidungen? Wie lang sind die Entscheidungsprozesse?"
- "Hast du Anforderungen zu Plattform oder Technologie, oder kommst du mit offener Frage zu uns?"
- "Wie investierst du in deinen Shop nach dem Launch?"
Wenn eine Agentur im ersten Gespräch direkt anfängt zu verkaufen ("Wir sind die beste Agentur für dich"), rote Flagge. Gute Agenturen stellen Fragen und hören zu.
Wenn eine Agentur nach 10 Minuten schon weiß dass dein Shop 50.000 EUR kostet, rote Flagge. Niemand kann das ohne Details wissen.
Das Gespräch ist auch dafür da, dass die Agentur NEIN sagt.
Eine Agentur die jedes Projekt annimmt, ist nicht spezialisiert. Sie hat keine Standards. Und dein Projekt wird genauso bearbeitet wie 20 andere, mit den gleichen Prozessen, den gleichen Lösungen. Das ist ein Problem.
dasistweb sagt häufig nein. Zu kleine Shops ("das machen Freelancer günstiger"). Zu große Konzern-Projekte ("da braucht ihr einen Integrator mit SAP-Expertise"). Zu unklare Anforderungen ("kommt in einem Monat zurück wenn ihr wisst was ihr wollt"). Das ist nicht Arroganz, das ist Qualitätsstandard.
Die vier Ausbaustufen als Kostenkalkulation
Die größte Verwirrung bei Kosten kommt davon, dass "ein E-Commerce-Projekt" alles Mögliche sein kann. Ein Shop kann 10.000 EUR kosten oder 250.000 EUR, je nachdem was er können soll.
Deshalb strukturieren wir jeden Scoping-Prozess in vier klare Ausbaustufen. Das ist nicht nur für uns, sondern auch für dich wichtig um die Kostenofferte zu verstehen und zu vergleichen.
Theme + Konfiguration
Ein Shop auf Basis eines bestehenden Themes oder Templates. Du wählst ein Design, konfigurierst es, pflegst deine Produkte ein, stellst Payment und Versand ein. Minimale bis keine Anpassungen.
Typische Features:
- Standard-Theme (Shopify oder Shopware mit Boilerplate)
- Basis-Kategorisierung
- Standard-Payment und Versand
- Standard-SEO (URLs, Meta)
- Keine Systemanbindungen oder minimale
- Basis-Analytics
Entwicklungs-Umfang: 2-4 Wochen.
Kosten:
- Shopify: 5.000+ EUR. Schnell, verlässlich, bewährte Setups.
- Shopware: 20.000+ EUR. Mehr Aufwand weil Hosting, Setup und Konfiguration umfangreicher.
Wann passt Theme-Konfiguration: Du testest ein neues Geschäftsmodell, schneller Launch ist wichtiger als Custom-Features, dein Budget ist klein.
Individuelle Anpassungen + Anbindungen
Standard-Apps reichen nicht mehr. Du brauchst ERP-Anbindung (Inventur, Bestandsverwaltung), vielleicht ein PIM-System (zentrale Produktverwaltung), individuelle Checkout-Logik, spezielle Reporting-Anforderungen.
Typische Features:
- Custom-Styling (kein Standard-Theme mehr, aber auch nicht "alles neu")
- ERP- oder PIM-Anbindung
- Individuelle App-Entwicklung (Rechnung, Rechnungswesen, Tracking)
- Kundenspezifische Preislogik
- Advanced-Reporting
Entwicklungs-Umfang: 6-12 Wochen.
Kosten:
- Shopify: 20.000+ EUR. Shopify-Apps decken Standard ab, Custom wird am Frontend und über Webhooks entwickelt.
- Shopware: 50.000+ EUR. Mehr Freiheit bei API-Anbindungen, aber auch komplexere Entwicklung.
Wann passt Stufe 2: Dein Business ist nicht Standard, aber auch nicht "völlig einzigartig". Du brauchst 2-3 spezielle Integrations-Anforderungen.
Individuelles Frontend + tiefe Integration
Jetzt wird es ernst. Kein Template mehr, sondern ein eigenes Design und Frontend-Code von Grund auf. Tiefe Systemintegration (ERP, CRM, PIM arbeiten eng zusammen), komplexe Geschäftslogik (Multi-Currency, Complex Pricing, Authorization Workflows), hohe Performance-Anforderungen.
Typische Features:
- Custom-Design (Figma zu HTML/CSS/JS)
- Komplett individuell entwickeltes Frontend
- Tiefe System-Integration (ERP, CRM, BI)
- Komplexe B2B-Logik (Preisgruppen, Freigabeprozesse, reservierte Mengen)
- Custom Admin-Interface
- Enterprise-Grade Fehlerbehandlung und Performance
Entwicklungs-Umfang: 12-24 Wochen.
Kosten:
- Shopify Plus: 50.000+ EUR. Möglich, aber: ab hier greift die 30%-Regel. Wenn mehr als 30% deines Shops custom ist, musst du deine Architektur ändern (Headless oder Microservices). Es ist eine Architektur-Entscheidung, keine Plattform-Entscheidung. Du kannst trotzdem bei Shopify bleiben, aber anders strukturieren.
- Shopware: 80.000+ EUR. Hier spielt Shopware seine Stärke aus. Offene Architektur, keine Plattform-Grenzen, volle Kontrolle.
Wann passt Stufe 3: Dein Business ist komplex, Standard-Plattformen passen nur zu 70%, du brauchst echte Individualität.
Headless
Frontend und Backend komplett getrennt. Dein eigenes Frontend (Nuxt, Next.js, React), deine Architektur, dein eigener Update-Zyklus. Die Backend-API (Shopware oder Shopify) liefert nur die Daten.
Das hört sich nach maximaler Komplexität an. Ist es initial auch. Aber hier kommt ein Punkt den viele übersehen: Der Gesamtkostenaufwand wird langfristig deutlich niedriger. Mehr dazu in unserem Artikel zu Headless Commerce.
Warum? Weil Updates ein komplett anderes Thema sind. Dein Frontend gehört dir komplett. Keine Template-Vererbung die bei jedem Plattform-Major-Update bricht. Keine Abhängigkeit von Theme-Herstellern. Wenn Shopware oder Shopify ein Major-Update rausbringt, betrifft das nur die API-Schicht, nicht dein gesamtes Frontend. Das ist nicht theoretisch. Das ist ein praktisches Argument das sich über 3-5 Jahre amortisiert.
Typische Features:
- Custom-Frontend-Framework (Nuxt, Next.js)
- Eigenständige Deployment-Pipeline
- API-first Integration mit Backend
- Optimale Web-Performance (Core Web Vitals)
- Progressive Web App möglich
- A/B-Testing Infrastruktur
Entwicklungs-Umfang: 20-40 Wochen für initiales Setup.
Kosten:
- Shopware Headless: 120.000+ EUR initial. Dafür deutlich niedrigere Update- und Wartungskosten über Jahre.
- Shopify Hydrogen: 80.000+ EUR initial. Shopify investiert massiv, aber das Ökosystem ist noch jung.
Wann passt Stufe 4: Du brauchst maximale Performance und Design-Freiheit, du willst langfristig unabhängig von Theme-Updates sein, dein Team kann ein separates Frontend-Projekt pflegen.
Wichtig: Bei dasistweb liegen die meisten Projekte in individuellen Anpassungen bis Headless. Weil unsere Kunden komplexe Anforderungen haben. Das ist unser Spielfeld. Für Theme-Konfigurationen gibt es gute Freelancer und kleinere Agenturen die das effizienter machen.
Plattformwahl kommt NACH der Analyse
Ein klassisches Fehlermuster: Du fragst 5 Agenturen nach Shopify oder Shopware. Drei sagen "auf jeden Fall Shopware", zwei sagen "Shopify ist unser Favorit". Alle verkaufen dir ihre Lieblingsplattform.
Das ist Mist.
Die richtige Reihenfolge ist:
- Anforderungen analysieren (6-8 Wochen)
- Technische Architektur definieren (welche Systeme müssen zusammen arbeiten, wie komplex ist die Logik?)
- Dann die Plattform wählen die zu dieser Architektur passt
Nicht andersherum. Die Plattform ist nicht die Entscheidung. Das Geschäftsmodell und die Anforderungen sind die Entscheidung.
Shopware ist nicht automatisch besser für komplexe Projekte. Shopify ist nicht automatisch besser für schnelle Launches. Es kommt auf die konkrete Situation an.
Wenn eine Agentur im ersten Gespräch schon eine Plattform empfiehlt, ohne deine Anforderungen zu kennen, das ist ein Warnsignal. Sie verkauft, nicht berät.
Wir haben einen detaillierten Vergleich zwischen Shopware und Shopify geschrieben. Der zeigt auch die 30%-Rule: Das ist eine Architektur-Entscheidung. Unter 30% Custom passt eine Standard-Plattform. Über 30% musst du die Architektur ändern (Headless oder Microservices), nicht automatisch die Plattform wechseln.
Typische Kostenfallen
Geld ist der emotionalste Punkt in jedem Projekt. Deshalb erzählen wir dir hier, wo die Kostenfallen lauern.
Falle 1: "Pauschalpreis statt Aufwandsschätzung"
Eine Agentur sagt "50.000 EUR all-in, fertig". Das klingt sauber. Ist es aber nicht. Weil sobald die Anforderungen klarer werden, kostet jede neue Anforderung extra oder es wird schneller billiger und schlechter gemacht.
Besser: Eine Aufwandsschätzung basierend auf den vier Ausbaustufen. "Wir denken das ist individuelle Anpassungen, das kostet 60.000+ EUR mit dieser Spanne begründet". Das erlaubt Flexibilität ohne böse Überraschungen.
Falle 2: "Hosting/Infrastruktur ist im Preis, aber wirklich nicht"
Eine Agentur sagt "der Shop kostet 40k". Am Ende steht dann: "Plus 200 EUR/Monat Hosting". Das war nicht sichtbar.
Besser: Volle Transparenz. Was kostet Entwicklung? Was kostet Betrieb? Was kostet Support? Jede Position klar.
Falle 3: "Integrations-Überraschungen"
Du brauchst ERP-Anbindung. Die Agentur sagt "können wir machen". Dann ergibt sich dass der ERP-Hersteller nur eine komplexe SOAP-API hat. Statt REST. Das ist technisch machbar, dauert aber 3x so lang. Kostet 20k extra.
Die Agentur hätte das vorher klären müssen. Also: Frag nach dem Prozess wie die Agentur Integrations-Anforderungen analysiert. Welche Fragen stellt sie? Mit wem spricht sie?
Falle 4: "Scope Creep ohne Prozess"
Du fragst während des Projekts "können wir auch..." (das Feature, jene Seite, dieses Reporting). Die Agentur sagt "ja, klar". Am Ende ist das Projekt 3 Monate zu lange und 50k über Budget.
Besser: Ein Change-Management-Prozess. Neue Anforderungen werden dokumentiert, bewertet, und mit Kosten/Timeline-Impact geplant. Das klingt bürokratisch, spart dir aber massiv Geld und böse Überraschungen.
Falle 5: "Design-Iterationen sind endlos"
Die Agentur zeigt dir Design. Du magst's nicht. Sie zeigt neues Design. Immer noch nicht gut. Nach 5 Runden bist du bei +40k Zusatzkosten und die Agentur ist frustriert.
Das ist nicht die Agentur-Schuld. Das ist ein Scope-Problem. Wie viele Design-Iterationen sind im Budget? Wer gibt final OK?
Wenn das nicht von Anfang an klar ist, kostet dich das Geld.
Falle 6: "SEO ist später"
Agentur baut den Shop. Launch ist erfolgreich. Dann merkst du: "Die Shop-URLs sind nicht sprechend, das Robots.txt ist falsch, die Meta-Descriptions sind Kopien."
Sollte schon während der Entwicklung beachtet werden. Wir haben einen Leitfaden zu Shopware SEO. Schau den an, egal welche Plattform du wählst.
Die roten Flaggen: Warnsignale bei der Agenturwahl
Das erste Gespräch mit einer Agentur gibt dir viele Signale. Hier sind die Flaggen die sehr rot sind.
Rote Flagge 1: Sie verkaufen sofort Shopware/Shopify, ohne Anforderungen zu verstehen
Gute Agenturen stellen erst Fragen. Schlechte Agenturen erzählen dir von ihrem Stack.
Rote Flagge 2: "Das machen wir schnell für 15.000 EUR"
Das ist entweder eine Lüge oder Stufe-1-Qualität für komplexe Anforderungen. Beides ist schlecht.
Rote Flagge 3: Portfolio zeigt 50 verschiedene Shops, alle mit anderem Design
Das bedeutet nicht Vielseitigkeit. Das bedeutet "wir haben keine Standards". Jedes Projekt wird neu erfunden. Das ist teuer und fehleranfällig.
Rote Flagge 4: Sie können dir nicht sagen welche Plattform sie nutzen
Wenn die Agentur sagt "wir bauen mit was der Kunde will", bekommst du eine Allzweck-Agentur die Meister von nix ist. Spezialisierung ist wichtig.
Rote Flagge 5: Du kannst keinen Ansprechpartner identifizieren
"Es werden verschiedene Leute im Team arbeiten, je nachdem wer grad Zeit hat." Das ist Chaos. Es braucht einen Project Manager der verantwortlich ist.
Rote Flagge 6: "Wir machen auch B2B Shops" aber zeigen dir nur B2C
B2B ist radikal anders. Wenn die Agentur das nicht mit Beispielen belegen kann, kann sie es nicht.
Rote Flagge 7: Support ist "unbegrenzt kostenlos"
Unmöglich. Support kostet, wenn er gute Service Level hat. "Unbegrenzt" bedeutet entweder: Später wird's teuer, oder die Qualität ist mies.
Rote Flagge 8: "Wir garantieren Top-10-Google-Ranking"
Niemand kann das garantieren. Google ändert ständig die Algorithmen. Eine Agentur die das verspricht, lügt.
Was gut aussieht, ist nicht automatisch gut
Agentur-Websites und Portfolios zeigen fast immer schöne Shops. Das ist OK. Sagt dir aber nichts über die Qualität.
Ein schöner Shop kann sein:
- Großes Budget, großes Team, viel Zeit
- Ein Shopify-Standard-Theme mit gutem Design, kann trotzdem ein mieses Backend haben
- Ein visueller Treffer, kann Performance-Albtraum sein
Wenn du ein Portfolio-Projekt anschaust, frag nach Details:
- Wie lange hat die Entwicklung gedauert?
- Wie viele Leute waren beteiligt?
- Welche Integration gibt es im Hintergrund?
- Wie viel Custom-Code vs. Standard-Apps?
- Lädt der Shop schnell oder ist es ein visueller Treffer aber Performance-Desaster?
Noch besser: Sprich mit einem (ehemaligen) Kunden der Agentur. "Wie war die Zusammenarbeit? Wie war das Team? Laufen die Projekte gut heute, 2 Jahre später?"
Fazit: Die Fähigkeit zu fragen
Wer sich einen Online-Shop erstellen lassen will, sucht nicht den günstigsten Anbieter, sondern den, der die richtigen Fragen stellt. Die beste Agentur ist nicht die mit dem schönsten Portfolio. Es ist die Agentur die dir die schwierigsten Fragen stellt und hart nachbohrt bis sie versteht was du brauchst.
Die beste Agentur sagt auch nein zu Projekten die nicht passen. Das ist nicht Hochmut, das ist Ehrlichkeit.
Und die beste Agentur gibt dir klare, ehrliche Kostenkalkulationen. Mit Begründung. Mit Transparenz. Mit der Möglichkeit Anforderungen zu justieren wenn das Budget nicht passt.
Dein Job: Stell die richtigen Fragen. Was bedeutet "komplexe Anforderungen"? Wie sieht der Support aus? Wer sitzt im Daily? Was kostet was?
Wenn eine Agentur diese Fragen beantwortet, nicht oberflächlich, sondern fundiert, bist du nah dran die richtige Wahl zu treffen.