Welches Hosting für Shopware 6 reicht aus? Shared, Managed oder Dedicated? Und wie viel kostet das wirklich? Die Antwort ist nicht pauschal, sondern hängt von deiner Shop-Größe, dem Traffic und deinem Budget ab.
Wir betreuen die Hosting-Infrastruktur für anspruchsvolle Shopware-Projekte seit über 10 Jahren. Aus dieser Perspektive zeigen wir dir, was für welches Projekt sinnvoll ist, welche Anbieter wir empfehlen und wo die meisten Shops tatsächlich scheitern.
Inhalt
- Was Shopware 6 wirklich braucht
- Die vier Hosting-Modelle im Überblick
- Shared Hosting: Reicht das wirklich?
- Managed Hosting: Der Mittelweg
- Dedicated und Cloud Hosting: Wenn es ernst wird
- Bekannte Anbieter im Vergleich
- Shopware Cloud: Die offizielle Alternative
- Shopware PaaS: Der komplette Stack aus einer Hand
- Performance: Was Shopware wirklich braucht
- Was kostet Shopware Hosting?
- Wann brauchst du was? Die Entscheidungsmatrix
- Fazit
Was Shopware 6 wirklich braucht
Bevor du einen Hoster wählst: Was braucht Shopware 6 technisch überhaupt?
Shopware 6 ist anspruchsvoll. Das ist kein WordPress-Blog. Es ist eine moderne E-Commerce-Plattform mit hohen Anforderungen.
- PHP 8.2 oder 8.3 (nicht 7.4, das ist End-of-Life)
- MySQL 8.0 oder MariaDB 10.6+ (mind. 5GB Datenbank zu Anfang)
- Redis für Sessions und Caching (nicht optional, sondern empfohlen)
- Elasticsearch oder OpenSearch für Produktsuche (ab ~500 Produkten sinnvoll, sonst SQL reicht)
- Mindestens 2 GB RAM für PHP-FPM (bei höherem Traffic: 4-8GB)
- PHP-OPcache aktiviert
- Fastly oder ähnlicher CDN für statische Assets (nicht nötig, aber Performance steigt deutlich)
Das ist der Grund warum billiges Shared Hosting oft nicht passt. Viele Standard-Hoster geben dir PHP 8.1, keine Redis-Optionen und denken Elasticsearch ist ein Hipster-Tool.
Die Realität: Ein Shopware 6 Shop auf unzureichendem Hosting ist ein Shop der langsam ist, unstabil läuft und dir Umsatz kostet. Spar nicht beim Hosting.
Die fünf Hosting-Modelle im Überblick
Es gibt fünf Modelle. Jedes hat seinen Platz.
| Shared Hosting | Managed Hosting | Shopware PaaS | Dedicated Server | Cloud Hosting | |
|---|---|---|---|---|---|
| Server teilen sich andere Projekte | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Technische Verantwortung | Hoster | Hoster | Shopware | Du/Team | Hybrid |
| Skalierbarkeit | Keine | Gut | Gut | Begrenzt | Excellent |
| PHP-Version frei wählbar | Selten | Ja | Nein (vorgegeben) | Ja | Ja |
| Redis/Elasticsearch | Meist nicht | Ja | Ja (inkl.) | Ja | Ja |
| Stack vorkonfiguriert | Nein | Teilweise | Ja, komplett | Nein | Nein |
| Einstiegspreis | Günstig | Mittel | Mittel | Hoch | Variabel |
| Geeignet für Shopware 6 | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja |
Shared Hosting: Reicht das wirklich?
Kurze Antwort: Nein.
Die lange Antwort: Es kommt drauf an, aber in 80% der Fälle: Nein.
Shared Hosting ist dafür gebaut, dass 50 Websites auf einem Server laufen. Jede bekommt 1GB RAM, ein Stück CPU-Zeit und fertig. Das funktioniert für WordPress-Blogs. Nicht für Shopware 6.
Warum? Weil ein anderer Kunde auf dem gleichen Server gerade einen Backup-Prozess läuft, dein Shop aufs Rad wartet, weil er plötzlich nur noch 100MB RAM bekommt. Oder der Hoster hat Elasticsearch nicht aktiviert, also lädt deine Produktsuche alle 50.000 Artikel in den RAM statt eine Abfrage zu machen.
Wann kann es funktionieren? Nur wenn alle vier Bedingungen erfüllt sind:
- Weniger als 5.000 Produkte
- Weniger als 100 Bestellungen pro Tag
- Du brauchst keine Custom-Entwicklung
- Die Tests mit deinem geplanten Hoster zeigen: Es lädt schnell
Selbst dann: Es ist eine Wette. Und es lohnt sich nicht.
Unsere Faustregel: Wenn du einen Shopware-Shop brauchst, brauchst du auch Managed oder Dedicated Hosting. Nicht darunter.
Managed Hosting: Der Mittelweg
Das ist für die meisten Shopware-Shops die beste Wahl.
Managed Hosting bedeutet: Es ist ein dedizierter Server oder eine dedizierte Umgebung für dein Projekt. Du teilst dich die Ressourcen mit niemand anderm. Der Hoster kümmert sich um Updates, Security, Backups. Du konzentrierst dich auf deinen Shop.
Das ist das Modell das dasistweb für 80% der Projekte empfiehlt.
Vorteile:
- Verlässliche Performance. Keine Überraschungen von anderen Projekten
- Du bekommst die Technologie die Shopware 6 braucht: PHP 8.3, Redis, Elasticsearch auf Anfrage
- Updates und Security sind der Hoster's Problem
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Typisch im mittleren dreistelligen Bereich pro Monat
- Skalierbar. Wenn dein Shop wächst, brauchst du nicht wechseln, nur aktualisieren
Nachteile:
- Deine maximale Last ist limitiert. Wenn ein Black-Friday-Sale zu viele gleichzeitige Nutzer bringt, kann's eng werden
- Du zahlst auch wenn du die volle Kapazität nicht brauchst
- Weniger flexibel bei exotischen Anforderungen. Der Hoster sagt was er anbietet, fertig
Wer brauchst Managed Hosting?
Shops mit 5.000 bis 100.000 Produkten, 1.000 bis 50.000 Bestellungen pro Monat, und ein Team das Backend-Dinge nicht selbst bauen will. Das ist der Mainstream.
Dedicated und Cloud Hosting: Wenn es ernst wird
Dedicated Server ist einen physikalischen Server nur für dich.
Alle Ressourcen gehören dir. CPU, RAM, Speicherplatz. Wenn du mehr brauchst, wechselst du auf ein größeres Modell. Wenn du nicht brauchst, sparst du Geld nicht, weil du die volle Maschine mietest.
Das passt für:
- Shops mit 100.000+ Produkten
- 100.000+ Bestellungen pro Monat
- Custom-Entwicklung die viel CPU braucht
- Du hast ein Tech-Team das Server-Admins beschäftigt
Kosten: 300+ EUR pro Monat, oft plus Setup.
Cloud Hosting (wie Hetzner Cloud, AWS) ist virtualisiert. Du zahlst nach Nutzung. Brauchst du morgen doppelt so viel RAM, spinnst du ein neues Image hoch, fertig. Das ist flexibel und skalierbar.
Das passt für:
- Startups die nicht wissen wie schnell sie wachsen
- Projekte mit schwankender Last (saisonale Swings)
- Multi-Cloud-Setups
- Dein Team kann Infrastructure-as-Code
Kosten: 50+ EUR, je nachdem wie viel du spinnst.
Bekannte Anbieter im Vergleich
Wir haben seit 2011 Projekte auf verschiedenen Hostern. Hier ist wer wirklich gut ist.
Scale Commerce
Das ist unsere klare Empfehlung für 90% der Kundenaufträge. Premium Managed Hosting spezialisiert auf E-Commerce.
- Vollständig verwaltetes Hosting mit dediziertem Support der deine Shopware-Infrastruktur kennt: PHP, Redis, Elasticsearch, MySQL Cluster
- Infrastruktur ist jederzeit skalierbar für Traffic-Spitzen
- Ausfallsicherheit ist Hygiene, kein Zusatz-Feature. Du schläfst ruhig
- Geo-redundant gehostet. Du hast einen Ansprechpartner im Ernstfall der weiß wovon er spricht
- Hosten viele große Online-Shops im DACH-Raum
Das ist der Hoster bei dem wir wissen, dass die Projekte nicht stehen bleiben.
Kostenpunkt: 200+ EUR pro Monat abhängig vom Shop-Größe.
maxcluster
Alternative spezialisiert auf Shopware. Gute Wahl wenn du eine lokale deutsche Lösung mit Shopware-Fokus brauchst.
- Alles ist auf Shopware optimiert. PHP 8.3, Redis, Elasticsearch von Haus aus
- Backup-Handling ist professionell. Automatische Snapshots, du kannst wiederherstellen ohne Support zu kontaktieren
- Support antwortet schnell, redet deine Sprache (Deutsch)
- Geo-redundant gehostet (Deutschland + Nachbarländer)
Kostenpunkt: 100+ EUR pro Monat abhängig von der Shop-Größe (zum aktuellen Zeitpunkt).
Hetzner Cloud
Unsere klare Empfehlung für Self-Managed Hosting. DIE Cloud-Lösung für Europa wenn dein Team Infrastructure bauen kann.
- Massiver Preis-Leistungs-Vorteil. Sehr günstige Einstiegspreise für Cloud-Ressourcen
- Zuverlässigkeit ist sehr hoch. Super Preis-Leistung
- Wählbare Standorte. Deine Daten können in Deutschland bleiben
- Support ist knackig aber lösungsorientiert
- Am Zahn der Zeit mit KI-Hosting und aktuellen Technologien
- Du brauchst aber echte Ahnung: Docker, Load Balancing, Backups selbst aufsetzen
Das ist nicht Managed Hosting. Das ist dein Server und dein Problem. Aber wenn du technisch versiert bist und nicht einen Dienstleister brauchst: Wenig Grund einen anderen Cloud-Hoster zu wählen.
Kostenpunkt: Sehr günstig für kleine Setups, 500+ EUR für große (zum aktuellen Zeitpunkt).
AWS (Amazon Web Services)
Global, skalierbar, teuer wenn man's nicht richtig macht.
- RDS für die Datenbank, ECS/EKS für die App, ElastiCache für Redis. Alles zu Bausteinen kombinierbar
- Auto-Scaling. Dein Shop skaliert automatisch bei Last
- Du zahlst was du nutzt. Das ist gut wenn du optimierst, mies wenn du's nicht verstehst
Kostenpunkt: 200+ EUR. Es hängt davon ab wie gut du AWS kennst.
Shopware Cloud (Offiziell)
Shopware hat auch eigenes Hosting.
Das schauen wir in einem eigenen Abschnitt an.
Shopware Cloud: Die offizielle Alternative
Shopware bietet ein Cloud-Hosting an. Das ist SaaS statt Self-Hosted und verdient eine differenzierte Betrachtung.
Was ist das? Ein Shopware-Shop auf Shopware-Infrastruktur. Sie hosten für dich, du zahlst Lizenz + Hosting in einem Paket.
Vorteile:
- Support kommt von Shopware selbst. Sie kennen die Plattform
- Infrastruktur ist für Shopware optimiert
- Automatische Updates. Neue Shopware-Versionen werden automatisch ausgerollt
- Staging/Production-Umgebungen sind integriert
- Kann ein Schutz sein gegen übermäßige Individualisierung. Nicht jedes Problem braucht eine Custom-Lösung
- Kein Update-Stress. Shopware verwaltet das
Nachteile:
- Es ist ein SaaS-Modell. Deine Daten liegen auf Shopware-Infrastruktur, nicht auf deinem Server
- Weniger Kontrolle über die Technologie. Du kannst nicht einfach eine Custom-Extension installieren die auf dein Hosting angewiesen ist. Nur offizielle Apps
- Preis ist höher als Self-Hosted (aktuelle Preise direkt bei Shopware anfragen)
- Individuelle Hosting-Anforderungen sind schwierig. "Wir brauchen unsere Daten in DE" ist oft nicht möglich
- Viele Vorteile von Shopware gehen verloren. Die Flexibilität ist das Kernverkaufsargument
Wann passt Shopware Cloud?
Für Projekte wo TCO positiv beeinflusst wird und Over-Customizing ein reales Risiko ist. Das ist seltener als man denkt.
Für die meisten E-Commerce-Projekte ist Self-Managed bei Scale Commerce (Managed, wir machen das) oder Hetzner Cloud (DIY, Kostenersparnis) die bessere Wahl. Shopify ist dort der Platzhirsch bei SaaS.
Shopware PaaS: Der komplette Stack aus einer Hand
Neben der Cloud (SaaS) bietet Shopware auch ein PaaS-Modell an. Platform as a Service. Und das verdient eine eigene Betrachtung, denn für bestimmte Situationen ist das richtig gut.
Was ist das? Du bekommst einen vorkonfigurierten Shopware-Stack: PHP, Redis, Elasticsearch, Datenbank, Staging-Umgebungen. Alles was Shopware 6 braucht ist schon da und aufeinander abgestimmt. Du deployst deinen Code, Shopware kümmert sich um die Infrastruktur.
Für wen macht das Sinn?
Vor allem für zwei Gruppen:
- Erstes Shopware 6 Projekt. Du musst dich nicht mit Server-Setup, PHP-Versionen, Redis-Konfiguration und Elasticsearch-Tuning beschäftigen. Der Stack steht, du baust deinen Shop. Das spart am Anfang enorm Zeit
- Teams ohne Agentur. Wenn du kein DevOps-Team hast und keinen externen Dienstleister für die Infrastruktur beauftragen willst, ist PaaS der schnellste Weg zu einem laufenden Shopware 6 Shop
Die klare Empfehlung: Wenn du schnell vorwärtskommen willst und der Shopware-Stack Neuland für dich ist, geh auf PaaS. Du sparst dir Wochen an Setup und Konfiguration.
Wann passt es weniger?
Wenn du oder deine Agentur den Stack schon stehen habt. Dann zahlst du unter Umständen für Tools und Leistung die du gar nicht brauchst. Redis läuft schon? Elasticsearch ist konfiguriert? Dann ist PaaS ein Mehraufwand den du selbst einschätzen musst.
Der Vorteil "ein Ansprechpartner für Software und Hosting" klingt gut. Aber in der Praxis ist der erste Ansprechpartner sowieso die Agentur. Die kennt den gesamten Stack, das Projekt und die Anforderungen. Ob der Hosting-Support dann von Shopware oder Scale Commerce kommt, macht im Alltag wenig Unterschied.
Kosten:
Ab ca. 200+ EUR pro Monat (zum aktuellen Zeitpunkt), abhängig von der Größe. Das ist fair für das was du bekommst. Vergleiche es aber ehrlich mit Managed Hosting bei Scale Commerce oder maxcluster. Wenn du dort einen vergleichbaren Stack für weniger bekommst und deine Agentur die Infrastruktur kennt, ist PaaS nicht automatisch die bessere Wahl.
Performance: Was Shopware wirklich braucht
Es reicht nicht, Shopware auf irgendwelchem Hosting zu hosten. Die Infrastruktur muss passen.
Das sind die Faktoren die wirklich zählen.
Elasticsearch oder OpenSearch
Das ist nicht optional ab ~500 Produkten. Die Standard-SQL-Suche ist O(n). Jede zusätzliche Produkt doppelt die Query-Zeit. Elasticsearch ist O(1) in der Praxis. Die Produktsuche wird zur Laufzeitbombe wenn du ohne Elasticsearch bauschst.
Der Unterschied? Mit SQL: 50.000 Produkte durchsuchen dauert 3-5 Sekunden. Mit Elasticsearch: 200ms.
Das ist nicht Performance-Tuning. Das ist Grundvoraussetzung.
Redis für Sessions und Caching
Ohne Redis persisted deine Session zu Disk. Mit 1.000 gleichzeitigen Nutzern gleichzeitig wird dein Disk I/O zum Bottleneck.
Mit Redis: Sessions sind im RAM, 10.000 Zugriffe pro Sekunde kein Problem.
Das ist nicht optional. Empfohlen ist ein Euphemismus. Es ist notwendig.
PHP-OPcache aktiviert
Das ist die schnellste "Optimization" die es gibt. Ohne OPcache wird jedes PHP-Script neu kompiliert. Mit OPcache werden die kompilierten Byte-Codes gecacht.
Unterschied? Code lädt 2-3x schneller.
Manche Hoster aktivieren das nicht standardmäßig. Prüf das.
CDN für statische Assets
CSS, JavaScript, Bilder sollten nicht vom gleichen Server kommen wie die API. Ein CDN (Content Delivery Network) speichert deine Assets regional und serviert sie von der nächstgelegenen Location.
Nicht nötig wenn dein Shop nur Deutschland betrifft. Sinnvoll wenn deine Kunden europaweit sind. Essentiell wenn international.
Kosten: 20+ EUR pro Monat je nach Datenvolumen.
Datenbank-Tuning
Das ist die größte Einsparung die viele Shops machen können. Eine falsch indizierte Datenbank macht alles langsam.
Das ist nicht der Hoster. Das ist dein Shop-Setup. Indices auf häufig gesuchte Felder, Statistik-Tabellen regelmäßig bereinigen, alte Orders in eine Archive-Tabelle verschieben wenn sie zu alt werden.
Mit Shopware 6 ist das meistens konfiguriert. Aber je mehr Custom-Entwicklung du hast, desto wichtiger wird das.
Unser Tipp: Performance ist kein Zufall. Es ist eine Kombination aus Hosting, Infrastruktur, Code-Qualität und Konfiguration. Wenn dein Shop langsam ist, debugge alle vier. Nicht nur den Hoster verdächtigen.
Was kostet Shopware Hosting?
Das hängt davon ab wie groß dein Shop ist.
Wir empfehlen immer nach Shop-Größe zu denken, nicht nach Hoster.
Kleine Shops: Bis 10.000 Produkte, bis 5.000 Bestellungen/Monat
- Managed Hosting bei Scale Commerce: 200+ EUR/Monat (sicher und mit Shopware-Expertise)
- Managed Hosting bei maxcluster als Alternative: 80+ EUR/Monat
- Hetzner Cloud (selbst gebaut): 30+ EUR/Monat
- Shopware Cloud: 500+ EUR/Monat
Für kleine Shops: Scale Commerce wenn dich Support Ruhe gibt, Hetzner Cloud wenn du technisch versiert bist, maxcluster als deutsche Alternative.
Mittlere Shops: 10.000-100.000 Produkte, 5.000-50.000 Bestellungen/Monat
- Scale Commerce: 200+ EUR/Monat (unsere primäre Empfehlung für anspruchsvolle Projekte)
- Managed Hosting bei maxcluster: 150+ EUR/Monat (deutsche Alternative)
- Hetzner Cloud: 100+ EUR/Monat (wenn dein Team Infrastructure bauen kann)
- AWS: 300+ EUR/Monat
- Shopware Cloud: 800+ EUR/Monat
Das ist die Standardkategorie. Scale Commerce ist die beste Wahl wenn dein Projekt nicht winzig ist und du zuverlässig skalieren brauchst. Hetzner wenn dein Team technisch fit ist und Kostenersparnis zählt.
Große Shops: 100.000+ Produkte, 50.000+ Bestellungen/Monat
- Dedicated Server: 300+ EUR/Monat
- Hetzner Cloud (mehrere Instanzen): 500+ EUR/Monat
- AWS: 1.000+ EUR/Monat
- Shopware Cloud: 2.000+ EUR/Monat
Hier spielen auch Dinge wie Load-Balancing, Auto-Scaling, Multi-Region-Setups eine Rolle.
Elasticsearch-Kosten
Extra. Wenn nicht inklusive im Hoster.
- Managed Elasticsearch (z.B. AWS): 100+ EUR/Monat
- Selbst gehostet (Docker-Container): 50+ EUR extra CPU/RAM
Für die meisten Shops ist das inklusive.
Nicht vergessen: Backups, CDN, Zertifikate
- SSL-Zertifikat: Meist gratis (Let's Encrypt)
- Backup: 10+ EUR/Monat wenn nicht inklusive
- CDN: 20+ EUR/Monat wenn du es brauchst
Diese Kosten laufen schnell auf.
Wann brauchst du was? Die Entscheidungsmatrix
Kleine Shops (unter 10K Produkte, unter 5K Orders/Monat):
Managed Hosting. Scale Commerce oder maxcluster. Punkt.
Kosten: 80+ EUR/Monat. Dafür hast du Ruhe.
Mittlere Shops (10K-100K Produkte, 5K-50K Orders/Monat):
Entweder:
- Scale Commerce (Unsere erste Empfehlung. Du brauchst Support der Shopware kennt und Skalierbarkeit ist nicht verhandelbar)
- Managed Hosting bei maxcluster (Alternative, wenn du eine deutsche Lösung mit Shopware-Fokus brauchst)
- Hetzner Cloud (Kostenersparnis, aber dein Team muss Infrastructure-Skills haben)
Kosten: 100+ EUR/Monat.
Wenn dein Budget eng ist: Hetzner. Wenn Zeit eng ist und Zuverlässigkeit zählt: Scale Commerce. Wenn beides zählt: Scale Commerce.
Große Shops (100K+ Produkte, 50K+ Orders/Monat):
Dedicated oder Cloud mit Load-Balancing.
- Hetzner Cloud mit Loadbalancer: 500+ EUR/Monat
- AWS: 1.000+ EUR/Monat
- Dedicated bei großem Hoster: 500+ EUR/Monat
Auf diesem Level brauchst du ein Tech-Team.
Zusatzüberlegung: Datenhoheit
Wenn deine Daten müssen in Deutschland sein: Scale Commerce oder Hetzner (wählbare Standorte). Nicht AWS-EU, nicht Shopware Cloud.
Wenn deine Daten dürfen irgendwo sein: Alle Optionen offen. Aber Scale Commerce oder Hetzner sind immer noch die beste Kombination aus Kosten, Zuverlässigkeit und Support.
Fazit: Das richtige Hosting ist eine Investition
Shopware ist kein Billig-Shop. Das beginnt beim Hosting.
Die größte Anfängerfehler: Zu billiges Hosting wählen und dann über Geschwindigkeit klagen. Der zweite Fehler: Zu teureres Hosting wählen und die Infrastruktur nicht nutzen. Was ein Shopware-Projekt insgesamt kostet, zeigt unser Artikel zu den Shopware Kosten.
Richtige Faustregel: Dein Hosting kostet grob 10-20% deiner Entwicklungskosten. Das ist eine Orientierungsgröße, kein fester Wert.
Wenn dein Shopware-Projekt 50.000 EUR kostet, sollten die Hosting-Kosten über drei Jahre grob im Bereich von 5.000+ EUR liegen. Das entspricht ab ca. 150 EUR/Monat für einen mittleren Shop. Das ist fair.
Mit dem richtigen Hosting und richtigem Setup ist dein Shop schnell, zuverlässig und kostet nicht die Erde. Das ist die Grundlage für guten E-Commerce. Wer außerdem auf Shopware Performance optimieren will, findet dazu einen eigenen Artikel.